Leiten Sie das Wasser mit der richtigen Bepflanzung und Pflasterung vom Mauerwerk weg

Schützen Sie Ihr Haus vor Feuchtigkeit mit cleverer Gartengestaltung
Maurer
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4 min
Erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Bepflanzung und wasserdurchlässigen Pflasterungen Regen- und Oberflächenwasser effektiv vom Mauerwerk ableiten. So beugen Sie Feuchtigkeitsschäden vor und gestalten gleichzeitig einen schönen, funktionalen Außenbereich rund ums Haus.
Emma Lorenz
Emma
Lorenz

Leiten Sie das Wasser mit der richtigen Bepflanzung und Pflasterung vom Mauerwerk weg

Schützen Sie Ihr Haus vor Feuchtigkeit mit cleverer Gartengestaltung
Maurer
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4 min
Erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Bepflanzung und wasserdurchlässigen Pflasterungen Regen- und Oberflächenwasser effektiv vom Mauerwerk ableiten. So beugen Sie Feuchtigkeitsschäden vor und gestalten gleichzeitig einen schönen, funktionalen Außenbereich rund ums Haus.
Emma Lorenz
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Lorenz

Feuchtigkeit im Mauerwerk gehört zu den häufigsten Ursachen für Bauschäden in Deutschland. Regen-, Schmelz- und Oberflächenwasser können in die Fassade oder den Sockel eindringen, wenn sie nicht richtig abgeleitet werden. Dabei geht es nicht nur um Dachrinnen und Drainagen – auch die Gestaltung des Gartens rund ums Haus spielt eine entscheidende Rolle. Mit der passenden Bepflanzung und Pflasterung schützen Sie Ihr Mauerwerk und schaffen zugleich einen ansprechenden und funktionalen Außenbereich.

Warum sich Wasser am Haus sammelt

Regenwasser sucht sich immer den tiefsten Punkt. Wenn das Gelände rund ums Haus zur Fassade hin abfällt oder die Pflasterung zu hoch liegt, kann sich Wasser direkt am Sockel stauen. Mit der Zeit führt das zu feuchten Wänden, abplatzendem Putz oder Verfärbungen im Mauerwerk.

Ein weiteres Problem entsteht, wenn der Boden zu dicht ist oder mit Materialien bedeckt wird, die kein Wasser durchlassen. Dann kann das Wasser nicht versickern, und die Feuchtigkeit bleibt lange bestehen. Deshalb ist es wichtig, Gefälle, Materialien und Bepflanzung als Gesamtsystem zu betrachten.

Das richtige Gefälle vom Haus weg

Der erste Schritt ist, das Gelände so zu gestalten, dass es vom Haus weg geneigt ist. Eine Faustregel besagt: Ein Gefälle von mindestens 2 cm pro Meter in den ersten 1,5–2 Metern vom Haus weg sorgt dafür, dass Regenwasser abfließt, statt sich am Fundament zu sammeln.

Wenn Sie Pflastersteine oder Platten direkt am Haus verlegen, achten Sie auf die Höhe: Die Oberfläche sollte mindestens 10–15 cm unterhalb der Oberkante des Sockels liegen, damit Spritzwasser die Fassade nicht belastet. Verwenden Sie eine stabile, aber wasserdurchlässige Tragschicht – etwa aus Schotter oder Splitt mit einer Sandschicht darüber –, damit das Wasser gut versickern kann.

Wasserdurchlässige Pflasterungen wählen

Dichte Beläge wie Betonpflaster oder Asphalt lassen Wasser oberflächlich ablaufen und können es in Richtung Haus lenken. Besser sind durchlässige Alternativen:

  • Permeable Pflastersteine oder Rasengittersteine lassen Regenwasser direkt in den Boden einsickern.
  • Natursteinpflaster mit breiten Fugen, die mit Splitt oder Sand gefüllt sind, ermöglichen eine natürliche Versickerung.
  • Kies- oder Splittflächen sind pflegeleicht und lassen Wasser gut ablaufen.
  • Holzterrassen mit leichtem Gefälle und Zwischenräumen zwischen den Dielen leiten Wasser ebenfalls zuverlässig ab.

Solche Lösungen reduzieren die Menge an Oberflächenwasser und verleihen dem Garten gleichzeitig ein lebendigeres, natürlicheres Erscheinungsbild.

Pflanzen als natürliche Wasserregulierung

Pflanzen können weit mehr als nur dekorativ sein – sie helfen aktiv bei der Wasserregulierung. Durch ihre Wurzeln nehmen sie Feuchtigkeit auf, und über die Blätter verdunsten sie Wasser. So bleibt der Bereich rund ums Haus trockener.

  • Stauden und Gräser wie Seggen, Schwertlilien oder Purpur-Sonnenhut gedeihen auch in feuchteren Böden und eignen sich für Senken, in denen sich Wasser sammelt.
  • Sträucher wie Hartriegel, Flieder oder Johannisbeere vertragen wechselnde Feuchtigkeit und bilden eine natürliche Barriere zwischen Rasen und Hauswand.
  • Regenbeete sind eine besonders effektive Lösung: Sie nehmen Regenwasser von Dach oder Pflasterflächen auf und geben es langsam an den Boden ab.

Achten Sie darauf, keine Sträucher oder Bäume direkt an die Hauswand zu pflanzen. Wurzeln können den Sockel beschädigen, und dichte Vegetation hält Feuchtigkeit fest. Ein Abstand von 30–50 cm zwischen Bepflanzung und Mauerwerk ist ideal.

Funktion und Ästhetik verbinden

Ein gut geplanter Garten rund ums Haus vereint Funktionalität und Gestaltung. Eine Natursteinfläche mit leichtem Gefälle kann beispielsweise von einem schmalen Beet mit feuchtigkeitsliebenden Pflanzen begleitet werden. So wird die Wasserableitung zu einem harmonischen Bestandteil des Gartendesigns.

Auch das Sammeln von Regenwasser lohnt sich: Eine Regentonne oder eine unterirdische Zisterne reduziert die Wassermenge rund ums Haus und liefert gleichzeitig kostenloses Gießwasser für trockene Zeiten.

Regelmäßige Pflege nicht vergessen

Selbst die beste Pflasterung und Bepflanzung braucht Pflege. Entfernen Sie regelmäßig Laub und Erde am Sockel, und prüfen Sie, ob Abflüsse und Drainagen frei sind. Kontrollieren Sie, ob das Gefälle noch stimmt und Pflanzen nicht zu nah an die Fassade gewachsen sind.

Kleine Wartungsarbeiten können große Schäden verhindern – und sorgen dafür, dass Ihr Mauerwerk langfristig trocken und intakt bleibt.

Ein gesundes Mauerwerk beginnt im Garten

Wasser vom Mauerwerk fernzuhalten ist keine reine Bauaufgabe, sondern eine Frage der ganzheitlichen Gartengestaltung. Wer Gelände, Materialien und Pflanzen aufeinander abstimmt, schützt nicht nur das Haus, sondern schafft auch ein nachhaltiges, schönes Umfeld. Die richtige Kombination aus Pflasterung und Bepflanzung ist der Schlüssel zu einem trockenen, gesunden Zuhause.